Sammlung Vaporama

Main Sammlung 1

Erlebnis Dampfzentrum

Main Erlebnis 1

Ihr persönlicher Anlass

Main Gastronomie 1

Unterstützung

Main Unterstuetzung 1

Revision ETH-Maschine

Revisionsprojekt

Das Dampfzentrum revidiert die Labordampfmaschine der ETH so, dass sie mit Elektroantrieb wieder originalgetreu bewegt werden kann. Diese Arbeiten können in den Jahren 2018/2019 als offene Werkstatt in der Halle des Dampfzentrums besichtigt werden.

Die Firma Sulzer ermöglicht dem Dampfzentrum diese Revision durch eine namhafte finanzielle Unterstützung. Beitrag in "Sulzer World" vom Juli 2018

Status der Revision

Revision ETH 1Die von Sulzer gesponserte Revision der ETH-Maschine machen erfreuliche Fortschritte. Im Hintergrund steht die Mitteldruck-Maschine bereits auf ihrem Rahmen und im Vordergrund wird die Hochdruck-Maschine fachmännisch zerlegt.

Diese Revision kann hautnah in der Halle 181 auf dem Lagerplatz verfolgt werden. Gearbeitet wird in der Halle jeden Mittwoch und an jedem 2. Samstag im Monat finden 10:00 – 13:00 Uhr Führungen statt.

Die ETH-Maschine – ein Kulturgut der Schweiz

Mit einer Dampfmaschine zu Weltruhm

Im Jahr 1849 fand eine schicksalhafte Begegnung in England statt. Auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten und technischer Inspiration lernte Johann Jakob Sulzer den jungen und äußerst talentierten Ingenieur Charles Brown kennen. Brown beschäftigte sich intensiv mit Dampfmaschinen, die zu dieser Zeit in England bereits weit verbreitet waren. Sulzer überzeugte ihn, nach Winterthur zu kommen, um dort eine Dampfmaschinenfabrik zu bauen. Johann Jakob Sulzer hatte einen echten Glücksfall. Zu dieser Zeit hatte seine Firma nur 100 Angestellte und war kaum bekannt.
Brown konnte seiner Kreativität in Winterthur freien Lauf lassen. Er machte eine revolutionäre Erfindung mit der Ventildampfmaschine, die auf der Pariser Weltausstellung 1867 die Goldene Medaille gewann. Diese Maschine machte den Namen Sulzer weltweit bekannt und setzte den Trend für den weiteren Dampfmaschinenbau.

1893 fand die Weltausstellung in Chicago statt. Die damals ausgestellten Produkte der amerikanischen Werkzeugmaschinenindustrie schreckten die europäischen Besucher auf und man vermutet den Erfolg dieser Produkte dem amerikanischen Hochschulwesen geschuldet. Die Selbstdarstellung der technischen Hochschulen in den USA zeigte deutlich, dass in der Ausbildung der Ingenieure viel mehr Gewicht auf die praktische Ausbildung gelegt wurde als bei uns. Die Studierenden konnten in Werkstätten mit richtigen Arbeitsmaschinen ihr Wissen vertiefen und experimentieren.
Mit dieser Erkenntnis kehrten die Besucher der Weltausstellung in die Schweiz zurück. Maschinenbauprofessor Stodola plante die Ausstattung des Laboratoriums für die Zürcher Technische Hochschule und versprach sich von den Praxisübungen ein Training der studentischen Raumvorstellung das die Lerneffekte von Konstruktionsübungen bei weitem übertreffen würde. Auch die Professoren wollten im Maschinenlaboratorium selber praxisorientiert experimentieren und arbeiten.

 
ETH 1

Die sogenannte ETH-Maschine diente von 1899 bis 1982 im Maschinenlaboratorium der ETH Zürich der Ausbildung von Ingenieuren und zu Forschungszwecken. Drei, von Sulzer und Escher-Wyss gebaute, verschiedenartige Zylinder sind mit einem Wechsel- und einem Gleichstromgenerator von Brown Boveri, Baden, und Machines Tury, Genf, zu einer Einheit verbunden. Diese am Bau der Maschinen beteiligten Firmen zählten zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den Pionieren der schweizerischen Maschinen- und Elektroindustrie und stellten für den prestigeträchtigen Auftrag der ETH ihr ganzes Wissen und Können zur Verfügung. Mit diesem gebündelten technischen Know-How und ihrer Bedeutung für die Ausbildung zählt diese Maschine zum wichtigen industriellen Kulturgut der Schweiz.